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Pressemeldung: Erdstall in Tragwein entdeckt

vom

Die hier wiedergegebene Pressemeldung zur Endeckung des Erdstalls in Tragwein ist erstmals am 30. Mai 2008 an die Medien verschickt worden.

Mittelalterlicher Geheimgang in Tragwein entdeckt

Tragwein – Durch Zufall hat eine Hausbesitzerin unter dem Gemüsegarten vor ihrem Haus in Tragwein einen unterirdischen Gang aus dem Mittelalter entdeckt. Weil sich im Garten ein Loch gebildet hat, in das immer mehr Erde abgesackt ist, hat sie schließlich begonnen nachzugraben. Von Experten wurde der Gang nun gänzlich freigelegt. Zum Vorschein gekommen ist ein Geheimgang aus dem Mittelalter. Die Forscher sind auf eine kleine Kammer gestoßen, in der sich herausgearbeitete Sitzbänke für 2 Personen finden. Ein 60 Zentimeter breiter Gang, der nur kriechend passiert werden kann, verbindet die Kammer mit einem weiteren Gang. Dieser ist nach wenigen Metern mit Erdreich verfüllt. Von Archäologen werden solche Anlagen als Erdställe bezeichnet. Der Erdstall-Experte Josef Weichenberger hat gemeinsam mit Kollegen von Landesmuseum und Bundesdenkmalamt den unterirdischen Gang inspiziert. (mehr …)

 
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Überlebensversuch

vom

Dieser Artikel wurde erstmals im Jahr 1985 im Heft 11 der Fachpublikation “DER ERDSTALL” auf den Seiten 24ff veröffentlicht und wird hier – in aktualisierter Rechtschreibung – erneut publiziert, um ihn einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Wurden die Erdställe als Zufluchtsanlage gebaut?
Ein zweitägiger Überlebensversuch bringt neue Erkenntnisse

Josef Weichenberger

Die Frage nach dem Zweck der Erdställe ist so alt wie die Erdstallforschung selbst. Wir unterscheiden die pragmatischen und esoterischen Erklärungsversuche. Ich möchte hier auf eine pragmatische Deutung, nämlich auf die Zufluchts- und Verstecktheorie, näher eingehen. Demnach ist der Erdstall ein mittelalterlicher Profanbau, der den Bewohnern als Zuflucht und Versteck diente. (mehr …)

 
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Erdställe in Oberösterreich

vom

Hier finden Sie einen Überblick über die Erdställe in Oberösterreich.
Die Landkarte zeigt die Standorte jener 6 Erdställe in Oberösterreich, die derzeit öffentlich zugänglich sind.


Öffentlich zugängliche Erdställe in Oberösterreich auf einer größeren Karte anzeigen

Erdstall Kleinmollsberg
Fam. Stadler
Kleinmollsberg 2
4143 Neustift im Mühlkreis
Tel.: +43 (7284) 8349
Tel.: +43 (7284) 815521
Link: Tiscover
Erdstall Münzkirchen
Erdstall unter dem Gasthof Wösner
Führungen nach Voranmeldung
Gasthof Wösner
Hofmark 12
4792 Münzkirchen
Tel.: +43 (0)7716 7240
Fax: +43 (0)7716/7240-4
E-Mail: info@woesner.at
Detail-Infos: Gasthof Wösner
Erdstall Pelmberg
Erdstall unter dem Denkmalhof
Mittermayer im Freilicht-Museum Pelmberg

Kontakt und Öffnungszeiten:
Freilichtmuseum Pelmberg
Pelmberg 2
4202 Hellmonsödt
Tel.: 07215/39110
Tel.: 07215/3340
E-Mail: ursula.poetscher@utanet.at
Detail-Infos: Website Freilichtmuseum Pelmberg

Erdstall Flehlucka
Gemeinde Wartberg ob der Aist,
in einem Waldstück hinter dem Haus Reitling 26 gelegen
Detail-Infos: Website Gemeinde Wartberg
Erdstall Bad Zell
Erdstall unter dem Gasthof Populorum “Zum feuchten Eck”
Gasthof Populorum “Zum feuchten Eck”
Huterergasse 5
A-4283 Bad Zell
Tel.: 07263/7277
E-Mail: office@populorum.com
Detail-Infos: www.populorum.com
Erdstall Ratgöbluckn
Öffnungszeiten: Nur nach Vereinbarung!
Kontakt:
Heimathaus-Stadtmuseum Perg
Tel.: 0650 5427786 oder 07262 52387
E-Mail: heimathaus-stadtmuseum@perg.at
Detail-Infos: Ratgöbluckn Perg bei Wikipedia

Neben diesen 6 öffentlich und allgemein zugänglichen Erdställen sind noch rund 20 weitere Erdställe in Oberösterreich erhalten, die großteils in Privatbesitz sind und nur zu Forschungszwecken besichtigt werden können. Darüber hinaus sind etwa 300 Erdställe in Oberösterreich bekannt, die nicht mehr zugänglich sind, weil sie verfüllt oder nicht mehr auffindbar sind.

 
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Presse

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Öffentlichkeitsarbeit
Ein Anliegen der aktiven Forscher ist es, die Erdställe in der breiten Öffentlichkeit bekannter zu machen, um die Zerstörung dieser seltenen Bodendenkmale hintanzuhalten und auf das Thema aufmerksam zu machen.

 
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Erdstall Pelmberg

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Erdstall Mittermayer, Pelmberg 2, Hellmondsödt, Bezirk Urfahr-Umgebung

Lageangabe
Das Freilichtmuseum Pelmberg liegt ca. 8 Kilometer Luftlinie nördlich von Linz und gehört zur Gemeinde Hellmonsödt. Zu erreichen ist es von Linz aus entweder über den Haselgraben (B126) bis Glasau, hier rechts nach Hellmonsödt und im Ort dann der grünen Beschilderung zum Freilichtmuseum Pelmberg folgen, oder über St. Margarethen, Oberbairing, Ober- und Niederwinkl, auch dieser Anfahrtsweg trifft auf die Hinweistafeln “Freilichtmuseum Pelmberg”. (mehr …)

 
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TV-Beiträge zum Thema ‘Erdstallforschung’

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Andreas Jäger, Moderator des Wissenschafts-Magazin
“Scientia potentia est – wissenswert” auf Servus-TV begibt sich in die Unterwelt.


(mehr …)

 
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Erdstall Schardenberg

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Im Juli 2010 hebt ein Bagger bei einem Bauernhaus in Schardenberg eine Grube für einen Kellerzubau aus und schneidet dabei einen unterirdischen Hohlraum an. Die herbeigerufenen Forscher vom Landesverein für Höhlenkunde in Oberösterreich stellen fest, dass es sich um einen von Menschenhand geschaffenen unterirdischen Gang handelt, der von Archäologen als “Erdstall” bezeichnet wird.  (mehr …)

 
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Publikationen

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Fachpublikationen

In der vom “Arbeitskreis für Erdstallforschung” herausgegebenen Fachzeitschrift “Der Erdstall” werden laufend Dokumentationen von unterirdischen Gängen und aktuelle Forschungsergebnisse publiziert. Auch in archäologischen Fachzeitschriften und heimatkundlichen Werken werden Erdställe thematisiert.

Literatur

Geheimnisvolle Unterwelt – Das Rätsel der Erdställe in Bayern

Dieter Ahlborn

ISBN 978–3-00–030203-9
Euro 17,50 (zzgl. Versandkosten),
Bezug unter: www.kultisurium.de

Kommentar:

Ein empfehlenswertes Buch zum Thema

 

Tore zur Unterwelt – Das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit
Heinrich und Ingrid Kusch

Verlag für Sammler, Graz 2009
ISBN: 978–3-85365–237-4
Euro 29,90

Kommentar:

Von der Aufmachung her ansprechend gestaltet, inhaltlich auf esoterischer Ebene angesiedelt und daher nicht zu empfehlen!
Näheres dazu in der ausführlichen Rezension.

 

Lambert KARNER: Künstliche Höhlen aus alter Zeit. Wien 1903

Kommentar:

Dieses Buch ist der Erdstall-Klassiker.
Angeblich nur in einer Auflage von 300 Stück erschiene, ist dieses Werk zudem eine bibliophile Kostbarkeit.

 
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Forschung

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Erdställe geben der Forschung viele Rätsel auf. Wann wurden sie errichtet, wie lange waren sie in Betrieb, welchen Zweck hatten sie, wer hat sie gegraben? Wozu dienten die Schlupfe und Rundgänge? Wer bediente sich bei der Errichtung der Bauhilfsschächte? Wieso gibt es Erdställe mit und ohne Luftröhren? Gibt es eine zeitliche und/oder geografische Abfolge? Ist eine typologische Zuordnung möglich? Wie funktionierten die Lampennischen? (mehr …)

 
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Erdstall – was ist das?

vom

Ein Erdstall ist ein im Hochmittelalter errichteter unterirdischer Gang, der nicht ausgemauert ist. Der Zweck dieser 800 bis 900 Jahre alten Anlagen ist umstritten. Sie werden entweder für Zufluchtsanlagen und Verstecke gehalten, oder für Kultstätten. Typisch für Erdställe sind niedrige, etwa 60 cm breite Gänge, in denen es auch sogenannte “Schlupfe” gibt – Engstellen, die lediglich kriechend passiert werden können. Die Befahrung eines Erdstalls empfiehlt sich nur erfahrenen Höhlen-und Erdstallforschern. In Oberösterreich sind etwa 300 solche Anlagen bekannt, aber nur noch 25 erhalten und zugänglich.