Heft-Exzerpte

Die Zeitschrift DER ERDSTALL bildet seit ihrem erstmaligen Erscheinen 1975 im deutschsprachigen Raum die wichtigste Plattform zur Veröffentlichung von Beiträgen, in denen altbekannte oder neu entdeckte Erdställe detailliert beschrieben sowie eine Vielzahl an Fragestellungen im Zusammenhang mit diesen speziellen unterirdischen Anlagen behandelt werden. Daher lässt sich anhand der jährlich publizierten Hefte die Erdstallforschungsgeschichte der vergangenen fünf Jahrzehnte beinahe lückenlos nachvollziehen. Die hier bereitgestellten Exzerpte der Heftinhalte bieten die Möglichkeit, sich einen Überblick über einen Großteil der vorliegenden Forschungsergebnisse bzw. den bislang erreichten Kenntnisstand zu verschaffen.


Der Erdstall – Heft 1 – 1975
Der Erdstall – Heft 2 – 1976
Der Erdstall – Heft 3 – 1977
Der Erdstall – Heft 4 – 1978
Der Erdstall – Heft 5 – 1979
Der Erdstall – Heft 6 – 1980
Der Erdstall – Heft 7 – 1981
Der Erdstall – Heft 8 – 1982
Der Erdstall – Heft 9 – 1983
Der Erdstall – Heft 10 – 1984
Der Erdstall – Heft 11 – 1985

(Exzerpte weiterer Heftausgaben folgen demnächst.)

Bei den Exzerpten handelt es sich nicht um Zusammenfassungen der einzelnen Aufsätze und Artikel, sondern um Auswertungen der Heftinhalte im Hinblick auf folgende Themenbereiche:

  • Darstellung von Erdstallmerkmalen
  • Beschreibung von Erdställen sowie von erdstallähnlichen Anlagen und möglichen Erdstallfragmenten
  • Deutung der Erdstallzweckbestimmung
  • Beschreibung weiterer unterirdischer Anlagen
  • Datierungen
  • Experimentelle Forschung
  • Historischer Kontext
  • Karten

Wenn Beiträge mehrere dieser Themenkreise berühren, werden die betreffenden Passagen also in den jeweiligen thematischen Rubriken erfasst.

Einen Themenschwerpunkt der Jahresschrift DER ERDSTALL stellen die ausführlichen Beschreibungen von Erdstallanlagen dar. Stark komprimierte Fassungen dieser Dokumentationen sind unter den Überschriften Erdställe und Erdstallähnliche Anlagen / Mögliche Erdstallfragmente zu finden. Die Einordnung der Anlagen in diese beiden Kategorien orientiert sich an einer Reihe spezifischer Merkmale. Als „Erdställe“ werden ohne Ausmauerung angelegte untertägige Bauten betrachtet, die aus winkelig verlaufenden, kaum mehr als schulterbreiten Gängen sowie kleinen Kammern bestehen, horizontal oder vertikal ausgerichtete Engstellen (Schlupfe oder Schlupfröhren) besitzen und zumeist mit unterschiedlich großen, aus dem anstehenden Gestein herausgearbeiteten Nischen bzw. Bänken, vielfach auch mit Trockenmauern ausgestattet sind. Künstlich angelegte Höhlen und Stollen, die diesem Eigenschaftsprofil nur in groben Zügen entsprechen oder deren noch erhaltene Bereiche keine klaren Erdstallkennzeichen mehr aufweisen, werden der zweiten Kategorie zugeordnet.

Die in den Heftausgaben veröffentlichten Erdstallbeschreibungen geben den Zustand der Anlagen zu jenem Zeitpunkt wieder, als die Autoren/Autorinnen sie befahren und zuweilen unter hohem Zeitdruck und mit begrenzten Mitteln untersucht haben. Da die beschriebenen Erdställe seither nicht selten zugeschüttet, zerstört oder zumindest verändert worden sind, können die in den ERDSTALL‑Heften abgedruckten Berichte nur als „Momentaufnahmen“ betrachtet werden. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, ist für die im Rahmen der Exzerpte angefertigten Kurzfassungen der Erdstallbeschreibungen die Vergangenheitsform gewählt worden.

In der Rubrik Funde werden neben denjenigen Artikeln, die ausdrücklich dieser Thematik gewidmet sind, auch alle Erwähnungen von Fundobjekten in anderen Heftbeiträgen berücksichtigt. Die Darstellung umfangreicher Fundkomplexe beschränkt sich dabei allerdings auf Angaben zum Fundkontext, zur ungefähren Menge der Fundstücke und zu den Materialgruppen, denen diese zuzuordnen sind, sowie zu ihrem ungefähren Alter. In Einzelfällen werden auch Artefakte, die in irgendeiner Weise hervorstechend sind, explizit aufgeführt.