Erdstall – was ist das?

Ein Erdstall ist ein im Hochmittelalter errichteter unterirdischer Gang, der nicht ausgemauert ist. Der Zweck dieser 800 bis 900 Jahre alten Anlagen ist umstritten. Sie werden entweder für Zufluchtsanlagen und Verstecke gehalten, oder für Kultstätten. Typisch für Erdställe sind niedrige, etwa 60 cm breite Gänge, in denen es auch sogenannte „Schlupfe“ gibt – Engstellen, die lediglich kriechend passiert werden können. Die Befahrung eines Erdstalls empfiehlt sich nur erfahrenen Höhlen-und Erdstallforschern. In Oberösterreich sind etwa 300 solche Anlagen bekannt, aber nur noch 25 erhalten und zugänglich.

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